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Grünes Licht für Polybau-Leuchtturmprojekt

Grünes Licht für Polybau-Leuchtturmprojekt

Die Behörden haben die Baubewilligung erteilt: An der Bahnhofstrasse in Uzwil entsteht bis zum Schuljahr 2029/30 das Kompetenzzentrum für die Gebäudehülle.

Verband

Text: Jessica Nigg | Fotos: Bildungszentrum Polybau

Der Weg für den Neubau Bildungszentrum Polybau sowie den Abbruch der Gewerbehallen an der Sonnenhügelstrasse 2 in Uzwil ist frei. Gemäss dem «Uzwiler Blatt» vom 18. August liegt die rechtskräftige Baubewilligung der Gemeinde nun vor. An der Ecke Bahnhof-/ Sonnenhügelstrasse kann damit ein Schulungs- und Verwaltungsgebäude errichtet werden. Die Aufnahme für den Betrieb am neuen Standort ist ab dem Schuljahr 2029/30 geplant. Das Vorha-ben soll die langfristige Qualität der Aus- und Weiterbildung für die Schweizer Gebäudehüllen-Branche gewährleisten. Für André Schreyer, Geschäftsführer des Bildungszentrums Polybau und von Gebäudehülle Schweiz, ist die Baubewilligung ein entscheidender Schritt nach vorn: «Mit der Baubewilligung in den Händen können wir nun endlich von der Planung in die Realisierung übergehen. Dieses Projekt sichert die Zukunft unseres Bildungsstandorts und setzt neue Massstäbe für eine moderne, praxisnahe Ausbildung.»

Ein Neubau ist geplant, weil die bisherige Infrastruktur an der Lindenstrasse räumlich an ihre Grenzen stösst. Das Raumprogramm umfasst zehn Schul-zimmer sowie die Arbeitsplätze für die Verwaltung. Beat Hanselmann, Leiter Bildung und stellvertretender Polybau-Geschäftsführer, freut sich, dass das Projekt auf die Praxis ausgerichtet ist: «Dass wir als Mieter von Anfang an bei der Entwicklung involviert wurden und unsere Wünsche an die Infrastruktur platzieren konnten, ist einzigartig. Dadurch erhalten wir ein Ausbildungszentrum, welches perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist.»

Grosse Signalwirkung

Uzwil ist neben Grenchen und Les Paccots einer von drei Polybau-Schulstandorten in der Schweiz und ist zudem der Sitz des Branchenverbandes Gebäudehülle Schweiz. Für den Verband hat das Projekt eine grosse Signalwirkung. «Mit diesem Leuchtturmprojekt können wir zeigen, was wir können. Es wird unsere gesamte Kompetenz im Bereich der Gebäudehülle sichtbar machen», erklärt Arthur Müggler, Stiftungsratspräsident der Stiftung Gebäudehülle Schweiz, der Bauherrin dieses Projektes.

Ein Plusenergiehaus als Vorzeigeobjekt

Das neue Gebäude wird als Plusenergiehaus konzipiert. Beim Bau wird die Ressourceneffizienz im Vordergrund stehen. Dies freut insbesondere auch Silvia Gemperle, zuständig für den Bereich Energiestrategie bei Gebäudehülle Schweiz und Mitglied der Baukommission: «Mit diesem Gebäude gelingt uns etwas ganz Besonderes, es verbindet höchste Energieeffizienz mit erneuerbarer Energie und massvollem Einsatz von Ressourcen. Als Dank erhalten wir moderne und behagliche Räume.» Die bestehenden Gewerbehallen auf dem Areal werden nicht komplett abgebrochen, sondern teilweise in den Neubau integriert und umgenutzt. Das Energiesystem kombiniert eine Solaranlage mit einem Eisspeicher zur saisonalen Wärmespeicherung. Die Materialisierung folgt den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Damit bildet das Bauwerk die technischen Standards ab, die das Bildungszentrum in den Lehrgängen vermittelt. Polybau-Präsident und Mitglied des Stiftungsrates Gebäudehülle Schweiz, Andreas Meyer, bringt es auf den Punkt: «Wenn Gebäudehüllenkompetenz Neues für die Bildung schafft, entstehen echte Leuchttürme.» Mit der Baubewilligung ist die rechtliche Grundlage für die Realisierung geschaffen. Als nächste Schritte stehen die finalen Ausschreibungen für die Gewerke sowie die Vorbereitungen für den Rückbau der bestehenden Hallen an. Der Bezug ist auf den Beginn des Schuljahres 2029/30 terminiert.

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