
Zürcher Sommerhitze versus bergige Nebelsuppe
Die beiden Juni-Tage der diesjährigen Delegierten- und Generalversammlung standen unter einem guten (See- oder) Wetterstern.
Verband
Text: Chantal Huser | Fotos: Gebäudehülle Schweiz
Bis auf das heftige und abkühlende Som-mergewitter am Samstagabend zeigte sich der Zürcher Sommer für die gelade-nen Gäste von seiner besten Seite. Das ist übrigens kein Zufall, denn für diesen Event gibt es eine Wetterregel: «Feiert Gebäudehülle Schweiz im Juni in der Nähe eines Sees, gibt es bestimmt kei-nen Schnee.» So war es ist der Vergan-genheit oftmals so, dass wenn der Berg rief, das Gleichgewichtsorgan wegen der Nebelsuppe auf dem Gipfel immer mal wieder schwankte. Deshalb bleibt es spannend, ob der Berg für die nächste Delegierten- und Generalversammlung fürs 2028 wieder mit im Rennen sein wird. Statt mit einer warmen Jacke und Regenschirm halfen den Gästen por-table Ventilatoren, Fächer und ausreichend kalte Getränke durch die Zürcher Sommerhitze. Es waren zwei gelungene Tage mit viel Lachen, gemütlichem Bei-sammensein und einem improvisierten Onboarding bei der «Eventalm» in Rüm-lang, das durch einen plötzlichen Was-sergraben führte.
Passend zum Opern-See-Programm vom Samstag erhielten die Gäste am Freitag im Rahmen der Grussbotschaft von Urs Sonderegger, Präsident der Sek-tion Zürich-See zwei originelle Geträn-keflaschen von Seebueb – einmal einen «Plöffsack» und einmal eine Flasche «Fräche Siech». Im waschechten Zürcher Stil wurden auch die Teilnehmer und die Mentoren der Weltmeisterschaften 2024 in Innsbruck sowie die Teilnehmer der Schweizermeisterschaften SwissSkills 2025 in Bern anlässlich der Generalver-sammlung am Nachmittag geehrt. Sie erhielten die originelle «Tsüri-sauce» im Format «Aller guten Dinge sind drei».
Nachwuchsarbeit unbezahlbar
Auch der Gastreferent Andy Koch brachte es mit seinem Referat «Zwischen Algo-rithmen und Menschen» auf den Punkt. Mit fortschreitender Digitalisierung und künstlicher Intelligenz rückt der Mensch künftig stärker in den Fokus. Die Wichtig-keit von Botschaftern mit einer mensch-lichen Denkzentrale, zwei fleissigen Hän-den und viel Herz wird zunehmen und genau diese jungen und stolzen Be-rufsleute haben für die Zukunft unserer Branche bereits heute eine starke Signal-wirkung – unbezahlbar und sprichwörtlich Gold wert. Deshalb kamen gleich im Anschluss auch drei der insgesamt acht Kampagnen-Protagonisten auf die Bühne. Chantal Huser, verantwortlich für die Kampagne «Grosse Berufe der Energiewende», blickte mit ihnen auf die Drehtage zurück und gab gleichzei-tig einen Einblick hinter die Kulisse der Kampagnenarbeit und nannte ein paar wichtige Werkzeuge für erfolgreiches Marketing. Die Kampagnen-Sujets sind übrigens seit mehr als einem Jahr im Ein-satz – nähere Details zur bevorstehen-den vierten Welle finden Sie auf Seite 19. Passend zum Bücher-Trick von Andy Koch erhielten alle Gäste ein Primeur-Paket mit drei Büchern zum Selberlesen oder Weiterschenken. Seine Botschaft ans Publikum: «Das wichtigste ist, dass ihr für eure Herzensangelegenheiten brennt.» So lebt auch die Kampagne von diesem Grundsatz und vom Multiplizie-ren der Aktivitäten durch die Gebäude-hüllen-Profis. Für sein Engagement für die GPK brannte auch Fritz Jörg. Arthur Müggler würdigte sein langjähriges En-gagement und überreichte ihm dafür ein herzliches Dankeschön und ein passen-des Präsent. Arthur Müggler, Präsident des Zentralvorstandes, und Geschäfts-führer André Schreyer navigierten die Gäste im Rahmen der Versammlungen am Freitag gekonnt durch die verschie-denen Traktanden.
Tierisch gutes Rahmenprogramm
Die Partnerinnen und Partner der De-legierten genossen während dieser Zeit die schöne Umgebung hoch oben auf dem Zürichberg mit einer Führung durch den Zürcher Zoo. Hier spielte das Wetter zum Glück noch mit. Aber auch am Abend liessen sich die Gäste durch das Super-Gewitter nicht die gute Laune verderben. Kurzerhand wurden Socken und Schuhe ausgezogen, um durch den plötzlichen Wassergraben zum Restau-rant zu kommen. Hier wurde dann bis spät in die Nacht das Hüttenambiente genossen, geschlemmt, gespielt, ge-tanzt und geplaudert. Aufgrund der vie-len Gäste hiess es am nächsten Tag dann, in getrennten Gruppen die Opernwelt zu erkunden – auch hier selbstverständlich wieder mit einer Führung, die den Blick hinter die Kulissen möglich machte und ein paar eindrückliche Zahlen rund ums Opernhaus Zürich lieferte. Dem Seeufer entlang spazierend fand der Ausklang der beiden Tage dann in der Fischer-stube am See statt. Mit viel guter Laune und viel Sonne im Gepäck endete dieser schöne Anlass mit tollen Menschen, an einem wundervollen Ort direkt am Zü-richsee. Vor allem das einzigartige und schöne Schilfdach passte perfekt zu uns. Und passend zu den Eröffnungswor-ten von Arthur Müggler trifft das Lied «Mundart» von Bligg (siehe Sidebar «MUNDART») den Nagel auf den Kopf.

«Die Kampagne ‹Grosse Berufe der Energiewende› ist ein Türöffner – hindurch-zugehen und sich für die Zukunft unserer Branche einzusetzen, ist Aufgabe der Mitglieder.»
Arthur Müggler
Präsident des Zentralvorstandes
«Bis ich in Pension gehe, habe ich eine klare Vision. Jedes Mitglied von Gebäude-hülle Schweiz bildet mindes-tens einen Lernenden aus.»
Dr. André Schreyer
Geschäftsführer


«Bei welcher Baustelle hängt die Blache «hoch-hinaus»? Hängen Sie die im 2023 zugesandte Blache bitte auf. Denn im Karton verfehlt sie ihren Zweck.
Chantal Huser
Gemeinsam sind wir stark und bewegen im Kleinen Grosses für einen zukunfts-taglichen Gebäudepark Schweiz.»
Marketing & Kommunikation, Mitglied der Geschäftsleitung
