
Die MuKEn 2025 sind verabschiedet, die Vorgaben pragmatisch und logisch
Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, die MuKEn 2025, stellen die Weichen für Gebäude hin zu Netto-Null.
Energiezukunft
Text: Silvia Gemperle | Grafik: Konferenz Kantonaler Energiedirektoren
Die Plenarversammlung der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) hat Ende August die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2025) verabschiedet. Mit dieser Revision werden die Vorschriften an den Stand der Technik angepasst. Den Kantonen stehen somit aktualisierte Empfehlungen für die Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele im Gebäudebereich zur Verfügung.
Nachhaltig und ressourcenschonend bauen
Die wichtigsten inhaltlichen Vorgaben betreffen die Dämmung, erneuerbare Heizsysteme, Solarstrom und graue Energie. Für die Wärmedämmung bleiben die Anforderungen unverändert, die Wärmeerzeugung soll erneuerbar erfolgen. Bereits heute werden in Neubauten kaum mehr fossile Heizungen eingebaut. Insbesondere durch die konsequentere Installation von Photovoltaik-Anlagen werden die Anforderungen an die Eigenstromerzeugung erhöht. Neu enthalten die MuKEn 2025 einen Grenzwert für graue Energie bei Neubauten.
Nachhaltig modernisieren
Die wichtigsten inhaltlichen Vorgaben bei Modernisierungen sind erneuerbares Heizen und die Nutzung von Solarstrom. Die Vorgaben für die Dämmungen bleiben unverändert. Beim Ersatz fossiler Heizsysteme muss in Zukunft ein Heizsystem eingebaut werden, welches erneuerbare Energie nutzt. Bei umfangreichen Dacherneuerungen ist neu eine Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromerzeugung zu installieren.

