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Heute digitalisieren, morgen…

Heute digitalisieren, morgen…

Im Editorial erklärt Chantal Huser, Leiterin Marketing & Services, dass Digitalisierung im Handwerk primär Prozesse optimiert, das eigentliche Handwerkliche aber unersetzbar bleibt. Sie mahnt zu bewusster Techniknutzung und betont, dass Bodenhaftung zum künftigen Wettbewerbsvorteil wird.

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Seit Längerem ist die erstgenannte Zauberformel für das Vereinfachen von Prozessen «Los, wir digitalisieren das – so wird das effizienter» – so ganz nach dem Motto «Hauptsache digital und Hauptsache Daten». Was bedeutet Digitalisieren denn? Damit ist der Prozess gemeint, der Daten wie Text, Bild, Ton fürs Speichern und Verarbeiten in digitale Formate umwandelt. Und das passiert beispielsweise mit dem Nutzen des Internets, Cloud Computing, künstlicher Intelligenz oder Big Data. Die digitale Transformation greift viel weiter und verändert Geschäftsmodelle und Strukturen fundamental. Davon ist unsere Branche weniger betroffen, da die effektive handwerkliche Leistung nicht so einfach von Maschinen kopiert werden kann. Der spannende Bereich im Handwerk liegt vor allem beim Digitalisieren. Damit kann der Büro-Arbeitsalltag optimiert und vereinfacht werden. Dazu zählen beispielsweise der Einsatz von Drohnen, Smarthome-Installationen, sensorgestützte Werkzeuge, passende Softwareprogramme für das Betreuen der Kunden, das Kalkulieren von Aufträgen oder das Schreiben von Texten für die Kommunikation.
Glücklicherweise besitzt der Mensch ein Gewissen und ein Hirn. Aufgrund der rasanten Entwicklung und der bahnbrechenden Resultate der Algorithmen ist er deshalb aufgefordert, den Techgiganten die nötigen Leitplanken zu setzen. Denn wie bei allem macht die Anwendungsdosis das Gift. Obwohl uns diese Technologien untereinander verbunden haben, sorgen sie beim Individuum bei Überstrapazierung der Endgeräte für gesundheitliche Störungen, Deso-zialisation und Selbstentfremdung. Berufsleute wie Handwerker besitzen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen eine ausgeprägte Bodenhaftung und die nötige Portion Naturverbundenheit. Das wird der Zukunfts-Wettbewerbsvorteil schlechthin sein.
So heisst es vielleicht zeitnah statt «Hauptsache digital» dann «Hauptsache Handwerk». Dass diese Ära kommen wird, ist meiner Meinung nach lediglich eine Frage der Zeit. Schauen wir also, dass wir bis dorthin den Fokus auf unser Handeln, Filtern und Entscheiden richten, indem wir die richtigen Dinge leben, tun und entscheiden. So sind wir für das Morgen nach der Digitalisierung bereit zum Durchstarten.

Chantal Huser

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