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Entscheidungsfindung

Entscheidungsfindung

Andreas Meyer erklärt in der Rubrik Schlusspunkt, dass es bei der Entscheidungsfindung primär darum geht, die Unsicherheit eines möglichen Fehlers auszuhalten und durch die Betrachtung verschiedener Zeitperspektiven die Bedrohlichkeit der Wahl zu mindern. Er betont zudem, dass jede Entscheidung auf Basis des damaligen Wissens korrekt ist und lediglich das Ausbleiben einer Wahl einen echten Fehler darstellt, da nur aus getroffenen Entschlüssen gelernt werden kann.

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Die Kunst der Entscheidungsfindung handelt nicht davon, wie man sich richtig entscheidet, sondern wie man die Unsicherheit aushält, sich falsch entscheiden zu können.

Jedes Mal, wenn ich mich in einer Situation befinde, in der ich mich zwischen zwei Optionen hin- und hergerissen fühle und es scheinbar keine richtige Lösung gibt, stelle ich mir diese drei Fragen. Wie werde ich in zehn Minuten über meine Entscheidung denken? Wie werde ich in zehn Monaten über meine Entscheidung denken? Wie werde ich in zehn Jahren über meine Entscheidung denken?

Wenn man sich kurz Zeit nimmt und ernsthaft die drei Fragen beantwortet, betrachtet man die Entscheidung aus einer grösseren Zeitperspektive. Man relativiert kurz-, mittel- und langfristige Folgen und raubt der Entscheidung damit ein wenig ihre Bedrohlichkeit.

Eine falsche Entscheidung gibt es nicht. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Zu jenem Zeitpunkt war auf Grundlage des damaligen Wissensstandes die Entscheidung richtig. Situationen ändern sich im Laufe der Zeit, was einen negativen Einfluss auf die damalige Entscheidung haben kann, die damals aber richtig war.

Falsch ist nur, wenn ich mich gar nicht entscheide. Denn aus meinen vorangegangenen Entscheidungen kann ich lernen, diese richtig zu fällen.

Andreas Meyer

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