
Leidenschaft für die Handwerkskunst in der vierten Generation
Marc Thoma führt zusammen mit seinem Vater das Familienunternehmen Thoma Dach Spengler Fassade Solar AG und lebt seinen Traum.
Verband
Text: Isabel Morollón | Fotos: Thoma Dach Spengler Fassade Solar AG
«Mir sind Ehrlichkeit, Durchhaltewille und Zielstrebigkeit sowohl im Geschäftsleben als auch privat besonders wichtig. In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit meiner Familie und geniesse gemeinsame Momente. Meine Hobbys sind Fussball sowie Schwingen. Ich versuche, meine Leidenschaft für den Sport auch an meine Kinder weiterzugeben und sie für diese Aktivitäten zu begeistern.»
Marc Thoma
Marc Thoma ist Geschäftsführer bei der Thoma Dach Spengler Fassade Solar AG. Er führt das Unternehmen in der vierten Generation und erklärt seinen Berufswunsch: «Schon als Kind war meine Leidenschaft für das Dachdeckerhandwerk klar. Ich durfte immer mit Dädi und Götti, dem Bruder meines Vaters, mit dabei sein und die Arbeit hautnah erleben. Obwohl auch die Lehre zum Automechaniker im Gespräch war, fühlte sich der Beruf des Dachdeckers für mich immer richtig an. Als es ans Schnuppern ging, wusste ich sofort: Das ist mein Traumberuf. Beim Anruf für die Lehre spürte ich keine Zweifel mehr – ich wollte nur noch auf Dächer steigen und Menschen mit meinem Handwerk begeistern.

Familienbetrieb in der vierten Generation
Schon in jungen Jahren war es daher für ihn klar, den Familienbetrieb weiterzuführen. Was war seine Motivation? «Es geht mir darum, den Namen und die Tradition lebendig zu halten. Mein Vater ist weiterhin im Unternehmen tätig und unterstützt mich tatkräftig. Unsere Aufgaben sind klar aufgeteilt: Beide holen Aufträge herein und unterstützen sich gegenseitig bei grösseren Projekten. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Familienunternehmen erfolgreich bleibt und unsere Werte weiterleben. Wir sind ein echt gutes Team.»
Was sind die grössten Herausforderungen?
Eine der Herausforderungen in einem KMU ist für Marc Thoma die Koordination der Arbeitsgruppen. «Trotz eines Jahresplans kommt es manchmal vor, dass wir die gleiche Gruppe gleichzeitig in verschiedenen Projekten einplanen. Da sowohl ich als auch teilweise mein Vater noch aktiv auf den Baustellen arbeiten, gelingt es uns, diese Situationen zu meistern. So können wir den Vorarbeiter vorübergehend entlasten und den reibungslosen Ablauf sichern.»
Was ist für die Zukunft geplant?
Hier hat der Bauführer Gebäudehülle mit eidg. Fachausweis eine klare Vorstellung: «Meine Vision für die Zukunft unseres Familienunternehmens ist, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, ohne unsere Grundwerte zu verlieren. In den nächsten fünf bis zehn Jahren strebe ich nachhaltiges Wachstum an, das im Einklang mit moderner Technik steht. Die aktuelle Firmengrösse passt, so wie sie ist. Vor ein paar Jahren waren wir zwei oder gar drei Arbeiter mehr, was wirtschaftlich keine Vorteile brachte. Unsere Marktposition ist derzeit stabil. Ich hoffe, dies bleibt weiterhin so, damit wir erfolgreich und zuverlässig am Markt agieren können.»
Wissen weitergeben, Fähigkeiten stärken
Seit ein paar Jahren arbeitet Marc Thoma als ÜK-Instuktor und QV-Experte beim Bildungszentrum Polybau. Was hat ihn dazu bewogen? Der ausgebildete Abdichter EFZ erklärt: «Als ÜK-Instruktor unterrichte ich hauptsächlich im Bereich Abdichtung. Bei Bedarf unterstütze ich auch Kurse für Dachdecker- und Fassadenarbeiten. Diese Tätigkeit hat meine beruflichen Fähigkeiten deutlich erweitert, da ich stets auf dem neuesten Stand der Technik bleibe und dieses Wissen an die Lernenden weitergeben kann. Mein Vater, der ebenfalls jahrelang Instruktor und Experte war, ermutigte mich, diese Chance sofort zu nutzen. Die Erfahrung stärkt nicht nur mein Fachwissen, sondern auch meine Kompetenz im Vermitteln komplexer Inhalte – ein grosser Vorteil für mich auch in unserem Unternehmen. Ebenso mein Engagement in der Technischen Kommission sehe ich als Kombination von Arbeiten im Unternehmen, praktisches Wissen vermitteln und eigenes Know-how auf den neuesten Stand bringen.

