
Swisspearl: Faserzementplatte Purio
Die Auswahl an Farben und Formaten von Faserzementplatten ist gross. Mit der neuen Produktelinie Purio hat Swisspearl eine naturbelassene Faserzementplatte für die Fassade entwickelt.
Aus der Praxis
Produkt
Fotos: Boris Haberthür
In Würde altern – ein Haus für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft
Das Basler Westfeld ist ein neues durchmischtes Quartier auf dem ehemaligen Areal des Felix-Platter-Spitals. Die Baugenossenschaft Wohnen & Mehr hat die 36 000 Quadratmeter grosse Parzelle im Baurecht erworben und zusammen mit anderen Baugenossenschaften entwickelt. Das alte Spitalgebäude ist zu einem Wohnbau umgebaut worden, eine neue Blockrandbebauung und drei pavillonartige Gewerbebauten ergänzen das Quartier. Gleich daneben liegt der Neubau des auf Altersmedizin spezialisierten Felix-Platter-Spitals.
Innenleben im Aussen widerspiegeln
Die Architekten Maya Scheibler und Sylvain Villard haben gemeinsam mit Architekt Lukas Baumann eine der im Blockrand integrierten Wohnbauten und zwei der Gewerbepavillons entworfen. Der eine Pavillon ist Bürositz von Pro Senectute Beider Basel, einer Firma, die Dienstleistungen für Senioren anbietet. Der zweite Pavillon ist der sogenannte Kreativpavillon: Er befindet sich vis-à-vis des alten Spitals direkt am Quartiersplatz und nimmt eine Sonderstellung ein. Die Bauherrschaft Wohnen & Mehr hatte sich ein Gebäude für junge Unternehmen und Start-ups aus der Kreativwirtschaft gewünscht. Die Fassade sollte dieses kreative Innenleben nach aussen hin widerspiegeln.
Faserzementplatten sind das ideale Produkt
Während die Blockrandbebauung mit roten Wellplatten aus Faserzement bekleidet ist, fällt der Kreativpavillon mit seiner grauen Fassade auf. «Wir hätten auch Holz nehmen können. Das Holz wäre dann im Laufe der Zeit immer grauer geworden. Aber das unbehandelte Holz hätte nicht zu dem alten Spital gepasst. »Faserzement kommt dem, was wir gesucht haben, viel näher», sagt die Architektin Maya Scheibler. Die Architekten und die Bauherrschaft haben eine graue Fassade aus unbehandelten Faserzementplatten ausgewählt, die im Laufe der Zeit eine Patina bekommt. Jede unbehandelte Faserzementplatte reagiert ihr ganzes Leben mit der Umgebung. Diese Reaktionen finden verstärkt in den ersten Monaten nach der Montage statt. Die Platten, die hier zum Einsatz kamen, aber sind hydrophobiert. Dieses zusätzliche Veredelungsverfahren vermindert die weissen Ausblühungen. Zu den Ausblühungen bekommen die Platten durch Ablagerungen im Laufe der Zeit auch eine Patina. Hinter der grauen Fassade versteckt sich ein Stahlbetonskelettbau, der viel Flexibilität in der Nutzung und auch einen Selbstausbau durch die Mieter zulässt. Eine grosszügige Begegnungszone durchzieht das Gebäude in der Mitte und soll Synergien zwischen den Mietern fördern. Um im Inneren Platz zu sparen, haben die Architekten bis auf den Aufzug die zentrale Erschliessung vor das Haus gestellt. Die Spindeltreppe aus feuerverzinktem Stahl stellt eine wunderbare Ergänzung zur grauen Fassade aus Faserzement dar.
Die geneigten Faserzementplatten verleihen dem Kreativpavillon Charakter
Montiert hat die Fassade die Firma Neba Therma AG aus Zofingen. Eine Besonderheit bei der Montage war, dass alle Fassadenplatten geneigt sind. Die einen mehr, die anderen weniger. Manche Platten ragen sogar wie kleine Vordächer hervor. Dafür wurden Schwerter aus feuerverzinktem Stahl gefertigt, auf die dann die Platten genietet wurden. Durch die unterschiedliche Neigung der Platten wird sich die Patina auch unterschiedlich schnell und stark entwickeln. Die Architektin Maya Scheibler sagt zu der Veränderung: «Das Material soll sich im Laufe der Zeit in den Ort einfügen und die Spuren der Zeit ablesbar machen.» Schon jetzt haben die Fassadenplatten kein einheitliches Grau mehr. Jede Platte altert unterschiedlich. Damit bekommt das Gebäude genau jene Ausstrahlung, die Architekten und Bauherrschaft sich für den Kreativpavillon gewünscht haben.

